Wissenschaftliche Konzepte - Studi-Bachelorarbeit
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Wissenschaftlich Schreiben: Treffen Sie den richtigen Ton bei Ihrer Thesis

Komplexe Sachverhalte in leicht verständlicher Sprache zum Ausdruck bringen – darin besteht die Kunst des wissenschaftlichen Schreibens. Eine Kunst setzt aber auch ein solides Handwerk voraus. Beim Schreiben von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten müssen Sie sich jedoch an Anforderungen und Richtlinien halten. Bei der schriftlichen Ausgestaltung haben Sie hingegen den nötigen Spielraum für Ihren individuellen Schreibstil. Ihren eigenen Schreibstil entwickeln Sie beständig beim Schreiben. Zwar stehen der Inhalt und die Verständlichkeit im Mittelpunkt Ihrer Bachelorarbeit oder Masterarbeit, dennoch werden Ihre Argumentationen und Gedanken wirkungsvoller transportiert durch den Einsatz von sprachlichen Mitteln. Als Hilfestellung sind hier einige Aspekte zusammengefasst.

Aktiv

Wissenschaftliche Texte wirken schnell spröde, weil sie objektiv und neutral verfasst werden. Wirken Sie dem entgegen durch einen aktiven Sprachstil (Tätigkeitsform). Verben bringen einen Text besser voran als Substantive. Geben Sie positiven Formulierungen den Vorzug und vermeiden Sie möglichst Worte wie „nicht“.


Anschaulich:

Abbildungen bereichern Ihre Thesis, vor allem wenn sie eine logische Verbindung schaffen, indem Sie das Bild in Ihrem Text erläutern. Beispiele oder Vergleiche machen Ihren Text lebendiger und tragen zum besseren Verständnis bei. Stellen Sie dabei stets einen Bezug zu Ihren Argumentationsketten her.

Ausdruck:

Ein wenig Abwechslung kann nicht schaden und der Gebrauch von Synonymen beugt Monotonie vor. Bei der Thesis ist jedoch Genauigkeit bei der Wortwahl gefragt. Deshalb muss jede Verwendungen von Synonymen sorgfältig überprüft werden, ob die Bedeutung letztlich tatsächlich passt.

Begriffsbedeutung:

Manche Wörter klingen ähnlich, aber haben völlig unterschiedliche Bedeutungen, wie zum Beispiel „ physisch“ und „psychisch“. Verwechslungen kommen beim Einsatz von Fremdwörtern ebenfalls gerne zum Tragen: Der Patient hatte physische und körperliche Beschwerden. Mit diesem Beispiel wird verdeutlicht, dass Sie Fremdwörter nur da anwenden sollten, wo es keinen gleichwertigen (äquivalenten) Begriff in der deutschen Sprache gibt.

Beweisfürhung:

Alle Argumente und Behauptungen müssen Sie nachvollziehbar belegen, begründen oder beweisen.

Formulierungen:

Gut lesbare Texte zeichnen sich durch anschauliche und treffende Formulierungen aus. Versuchen Sie den Kern der Sache ohne Umschweife zu treffen und Worthülsen, Floskeln und Füllwörter zu umgehen.

Leser:

Führen Sie den Leser durch den Text. Gliedern Sie die Kapitel in leserfreundliche und sinnvolle Abschnitte. Verbinden Sie die Textteile durch Vorankündigen, Ausblicke, Überleitungen oder Zusammenfassungen. Sorgen Sie für elegante Überleitungen und Verknüpfungen durchgängig in der gesamten Arbeit.

Verständlichkeit:

Die Verständlichkeit hängt von der richtigen Leseransprache, der Präsentation des Textes und dem angemessenen Umgang mit sprachlichen Mitteln ab. Aufbau und Inhalt Ihrer Thesis sollten sich gegenseitig ergänzen und bereichern. Einheitlichkeit in der Form sowie bei der Darstellung und Beantwortung der Fragestellung bilden den gemeinsamen Nenner.

Wiederholung:

Wiederholungen können ein Stilmittel sein, aber nur wenn sie bewusst eingesetzt werden. Andernfalls ermüden sie den Leser. Allerdings kann es zum Gesamtverständnis notwendig sein, wichtige Gedanken oder Ausführungen zu wiederholen.